Komponenten des Unterrichts

Der Informatikunterricht ist häufig so aufgebaut, dass

  • Projekte bearbeitet werden
  • nach dem Konzept des „flipped classroom“ gearbeitet wird, d.h. zu den üblichen Arbeitsblättern gibt es erläuternde Videos oder auch weitere Materialien, mit denen ihr eigenständig lernen könnt.
  • einzelne Themen in Skripten zusammengefasst sind, mit dennen ihr ganz individuell arbeiten könnt
  • ihr parallel zu Projekten einen Blog führen sollt

Diese Komponenten, aus denen sich der Unterricht im Wesentlichen zusammensetzt, seien hier kurz erklärt:

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Screencast – erklärendes Video

 

Das „Flipped Classroom“-Konzept basiert auf Screencasts. Ein Screencast ist ein Video, bei dem lediglich der Bildschirminhalt inklusive Ton aufgezeichnet wird. Es ist keine externe Kamera nötig, die Screencasts werden mittels einer speziellen Software direkt auf dem Rechner oder Tablet-PC aufgezeichnet.

Screencasts dienen der Vermittlung von Inhalten, die ihr ansonsten im Lehrervortrag oder auch anderen Formen übermittelt bekommt. Im Screencast werden Ideen entwickelt und Gedanken zu einem Thema durch Bilder, Skizzen oder andere Dinge erläutert.

Dies hat gewisse Vorteile, aber ebenso einige Nachteile:

  • ihr könnt den „Lehrvortrag“ so häufig sehen, wie ihr wollt.
  • ihr könnt den Lehrvortrag anhalten und notizen machen.
  • wenn ihr krank wart, könnt ihr den Lehrvortrag zu Hause nacharbeiten.
  • ihr könnt Dinge oder Worte, die ihr im Vortrag nicht versteht direkt im Internet nachschlagen.

Aber

  • wenn ihr den Vortrag zu Hause schaut, könnt ihr nicht direkt nachfragen, dann müsst ihr Fragen aufschreiben und sie werden erst in der Schule geklärt.

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Skript

 

Ein Skript ist eine der Lerneinheit entsprechende Zusammenstellung mit Hinweisen zum Vorgehen, allgemeinen, wichtigen Informationen oder auch Definitionen zu dem behandelten Thema, Verweisen auf Materialien, die die Inhalte des behandelten Themas erklären, dazu passenden Aufgaben (bzw. Verweisen auf Arbeitsblätter) und den dabei zu erreichenden Kompetenzen. Mit Hilfe eines Skriptes ist ein Schüler in der Lage, sich ein neues Thema, mit Hilfe unterschiedlichster Materialien, eigenständig zu erarbeiten.

Aufgaben, die ihr normalerweise über verschiedene Arbeitsblätter vom Lehrer zur Verfügung gestellt bekommt, um ein gerade behandeltes Thema zu bearbeiten und zu zeigen, dass ihr in der Lage ist, euer zu dem Thema erworbenes Wissen anzuwenden, werden in das Skript integriert.

Das jeweilige Themades Unterrichts wird in einzelne, logisch abgeschlossene Module aufgeteilt.Durch das Skript wird euch so eine Struktur für den Aufbau des Themas vorgeben. Diese Module zusammen ergeben dann das gesamte Skript. Z.B. könnte man ein Skript zum Thema Bruchrechnung in die Module „Brüche addieren/subtrahieren“, „Brüche multiplizieren“ und „Brüche dividieren“ aufteilen.

Zu jedem Modul werden jeweils die am Ende zu erreichenden Kompetenzen angegeben, damit ihr euch selbst einschätzen könnt, ob ihr eine solche Einheit wirklich „gemeistert“ habt.

Der Vorteil, alles in einem Skript zusammenzufassen, besteht darin, dass ihr eine Art Leitfaden bzw. eine Struktur an die Hand bekommt, der  bzw. die euch durch das Thema führt,ihr aber trotzdem eigenverantwortlich euren Lernprozess steuern müsst – denn ihr entscheidet, welches Material ihr verwendet, um zu lernen. Ich legt eure Lerngeschwindigkeit und auch euren Lernzuwachs selbst fest – da es in der Regel keine Lehrvorträge vor allen gibt, müsst ihr nicht „Schritt halten“ – ihr könnt in eurer Lerngeschwindigkeit vorwärtsgehen. Im Skript gibt es immer Zusatzaufgaben für die, die schneller sind und ein „Mindest-Level“, den alle schaffen müssen. Aber ihr müsst euch die Zeit bis zum Ende des Skriptes selbt einteilen.

Das Skript besteht im Wesentlichen aus:

        –  Verweisen auf Materialien, die das Thema erklären

o   Hinweisen auf die die Module erklärenden Screencasts.

o   eigenen Erklärungen des Lehrers zu den einzelnen Modulen (bzw. bei längeren Erklärungen aus den Verweisen darauf).

o   Verweisen auf Erklärungen in ausgesuchten Websites.

o   Verweisen auf Bücher, Zeitschriften etc.

o   Hinweisen auf passende Audio-Dateien

        –  Aufgaben in jedem Modul, um Inhalte zu vertiefen oder anzuwenden.

–  Kompetenzen, die in jedem Modul zu erreichen sind.

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Skript mit Projektaufgabe

Fast immer ist n in ein solches Skript auch eine einführende Projektaufgabe integriert.

Ihr habt dann die Wahl, die Projektaufgabe ganz eigenständig immer im Hinblick auf die angegebenen Kompetenzen zu bearbeiten. Als Hilfestellung bekommt ihr lediglich Materialien zur Verfügung gestellt, die euch bei einzelnen Teilen der Projektaufgabe als Erklärung hilfreich sein können. Wann ihr welches Material als Hilfe einsetzt, bleibt euch selbst überlassen. Da euch kein Weg bzw. keine Struktur vorgegeben wird, nach dem bzw. der ihr euchder Lösung der Projektaufgabe nähert, kann es auch sein, dass die Materialien nicht hilfreich sind, weil ihr einen ganz anderen Lösungsweg gewählt habt. Dann müsst ihr euch eigene Erklärungen oder Hilfestellungen suchen.

 

Oder ihr folgt dem Skript, welches die Projektaufgabe „in kleinen Häppchen“ bearbeitet und dazu jeweils erklärende Materialien zur Verfügung stellt. Das Skript gibt in diesem Falle den „Lösungsweg“ bzw. die Struktur vor, mit Hilfe derer die Projektaufgabe Stück für Stück gelöst werden kann.

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Blog

In einem Blog sollt ihr eure eigenen Lernwege und -strategien festhalten und reflektieren.

Der Blog soll euch darin unterstützen, eine „forschende“ Haltung zu den behandelten Themen oder Projekten einzunehmen. Ein guter Forscher macht sich immer Notizen zu seinen Untersuchungen. Um später eventuell darauf zurückzukommen, damit weiter zu arbeiten oder auch neue Erkenntnisse, die er meinte gewonnen zu haben, zu überarbeiten.

Z.B. über folgende Punkte sollte der Blog „haushalten“:

–      Woran habe ich heute geforscht (nur die neuen Erkenntnisse, die ich daraus gewonnen habe, werden hier festgehalten)?

–      Was hat gut geklappt?

–      Wobei hatte ich Fragen/Probleme (genau formulieren, wie das Problem/die Frage lautet)?

–      Welche wichtigen Merkregeln, Aussagen, Definitionen oder gar „Vorgehensweisen“, mit der man bestimmte Aufgabentypen lösen kann, sie herausgefunden haben.

 

Eine Blog enthält also sowohl die Reflexion des eigenen Lernprozesses, als auch wichtige Ergebnisse, Merkregeln, Definitionen oder Ähnliches (möglichst in eigenständig formulierten Texten oder Bemerkungen z.B. zu bearbeiteten Formeln oder Definitionen).

Er enthält jedoch nicht die konkrete ausführliche Erarbeitung der Aufgaben aus den Arbeitsblättern oder vom Skript. Diese sollt ihr entweder separat in einer Mappe führen oder ihr legt im Blog eine eigene Seite für diese Bearbeitung an. Es muss aber deutlich getrennt sein, von den anderen Dingen.

Wichtig ist, dass ihr lernt, eigene Formulierungen oder auch Skizzen von Zusammenhängen im Blog festzuhalten. So könnt ihr feststellen, ob ihr bestimmte Zusammenhänge wirklich verstanden habt. Auf der anderen Seite hab ich dadurch die Möglichkeit, falsche oder fehlerhafte Vorstellungen mit euch zusammen zu korrigieren.

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